HAIRFAX - Informationen zu Haarausfall

Zu einem gepflegten und gesunden Aussehen gehört für viele Menschen, sowohl für Frauen als auch für Männer, dichtes und schönes Haar. Besonders in der heutigen Zeit wird ein gutes und jugendliches Aussehen mit Erfolg in Verbindung gebracht und gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund ist es für viele Menschen sehr beunruhigend, festzustellen, dass ihr Haar immer dünner und schütterer wird, zunehmend Haare ausfallen oder sogar kahle Stellen auf dem Kopf entstehen. Plötzlicher Haarausfall betrifft längst nicht mehr nur Männer, auch Frauen haben mehr und mehr mit diesem Problem zu kämpfen. So tritt beispielsweise extremer Haarausfall häufig bei Frauen über 40 Jahren auf.

  

 

Habe ich Haarausfall?

Ein Haarverlust von bis zu 100 Haaren pro Tag ist laut Experten normal. Eine deutliche Überschreitung ist ein Symptom für Haarausfall. In diesem Fall besteht akuter Handlungsbedarf. Es ist wichtig, herauszufinden, was die jeweilige Ursache des Haarausfalls ist, damit eine gezielte Behandlung erfolgen kann. Dies gestaltet sich jedoch oftmals als schwierig, da Haarverlust viele Ursachen haben kann. Der Besuch bei einem spezielisierten Dermatologen ist hier empfehlenswert.
 

Welche Formen kann Haarausfall haben?

Haarausfall kann viele Formen haben. Je nach Art des Haarausfalls sind verschiede Formen der Therapie möglich und jeweils andere Behandlungsmöglichkeiten geeigent.

Der erblich bzw. hormonell bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie (AGA) genannt, ist bei weitem die häufigste Erscheinungsform von Haarausfall. Bei Männern beginnt er häufig schon in den Mittzwanzigern mit Geheimratsecken, bei Frauen hingegen erst nach dem 50. Lebensjahr mit einem lichter werdenden Scheitelbereich. Vier von fünf Männern leiden im Laufe ihres Lebens unter dieser Form des Haarausfalls und bei vielen er mit einer typischen Männerglatze.

Zweithäufigste Form des Haarausfalls ist der kreisrunde Haarausfall oder Alopecia areata. Die Anzahl der Betroffenen ist im Vergleich zum anlagebedingten Haarausfall jedoch sehr gering. Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch nicht ganz erforscht, es wird jedoch vermutet, dass körpereigene Immunzellen die Haarfollikel als körperfremd ansehen, eine Entzündungsreaktion auslösen und so die Haare abgestoßen werden. Etwa 1-2% aller Menschen sind irgendwann von dieser Erkrankung betroffen. Es bilden sich kreisrunde kahle Stellen am Kopf. Der Verlauf dieses Haarausfalls ist sehr unterschiedlich. Teilweise verschwinden die kahlen Stellen wieder von alleine, es kann jedoch auch zur Ausweitung auf den gesamten Kopf kommen (Alopecia totalis) und in ganz schweren Fällen weitet sich der Haarausfall auf den gesamten Körper aus (Alopecia universalis).

Der diffuse Haarausfall, also Haarverlust am gesamten Kopf ohne erkennbares Muster, hat meist eine genau bestimmbare Ursache, die jedoch nicht immer leicht zu finden ist. An- oder Absetzten der Antibabypille, Hormonumstellung nach der Schwangerschaft, Mengelernährung, Crash-Diäten, Stress, bestimmte Medikamente, fieberhafte Erkrankungen oder Operationen unter Vollnarkose können Auslöser sein.

Neben diesen drei häufigsten Varianten gibt es viele andere Formen, die medizinisch erfasst und erklärt werden können. Etwa durch Pilzinfektionen, Hauterkrankungen oder übermäßige Belastung der Wurzeln kann Haarausfall ausgelöst werden. Auch psychische Faktoren können eine große Rolle spielen.

 
Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es?

Um den momentanen Zustand Ihrer Kopfhaut, Art und Fortschritt des Haarausfalls zu bestimmen, gibt es verschiedene Optionen.  

Trichogramm

Ein seit längerer Zeit durchgeführtes Verfahren ist das Trichogramm. Dabei werden 50 - 100 Haare an einem sich lichtenen Kopfhautareal und einem Kontrollpunkt, meist am Hinterkopf, mit den Haarwurzeln epiliert. Durch Untersuchung der Haarwurzeln bei starker Vergrößerung kann festgestellt werden, wie lang die Wachstumszyklen der Haarfollikel sind. Die Methode wird auch benutzt, um Therapieerfolge zu überprüfen.

Computertrichogramm/Trichoscan

Mehr Parameter lassen sich mit dem noch relativ neuen Computertrichogramm oder auch TrichoScan erfassen. Ein kleiner Bereich des zu untersuchenden Kopfhautareals wird rasiert, eingefärbt und ein vergrößertes Bild des Bereiches von einer Spezialsoftware analysiert. Neben dem Typ und Fortschritt des Haarausfalls werden bei diesem Verfahren auch Haardichte, Haardicke und deren Beschaffenheit ins Auge gefasst. 

Haarkontrolle

Es gibt auch eine dritte Möglichkeit den Zustand der Kopfhaut und des Haarwuchses zu überprüfen. Dieses Ferfahren ist noch nicht lange auf dem Markt, doch hat es bereits viele positive Resonanzen erhalten. Dabei werden die Haare eines Bereiches von 4cm² Größe an einem typischen Punkt gebündelt und ihr Durchmesser aufgenommen. Das Ergebnis wird mit einem Kontrollpunkt am Hinterkopf verglichen. Durch eine zweite Messung derselben Punkte in einigem Abstand zur Kopfhaut kann die Qualität der Haare und ihre Tendenz zu Haarbruch überprüft werden. Ein eintretender oder beginnender Haarausfall kann so erkannt werden, lange bevor er mit dem bloßen Auge zu erkennen ist. 
  

Welche Ursachen kann Haarausfall haben?

Zwischen den Formen von Haarausfall und seinen Ursachen besteht eine Verbindung. Der kreisrunde Haarausfall beispielsweise wird durch eine Fehlfunktion des Immunsystems verursacht. Dabei greift es körpereigene Haarfollikel an, was schließlich die Haare ausfallen lässt.

In den meisten Fällen hat der Haarausfall hormonelle oder erbliche Gründe. Neun von Zehn an Haarausfall leidenen sind von androgenetischem Haarausfall betroffen. Er wird durch männliche Hormone (Androgene) genauer durch Dihydrotestosteron (DHT) verursacht. DHT ist die aktive Form von Testosteron und kommt in geringen Mengen auch im weiblichen Körper vor. Was den Haarausfall bewirkt ist nicht das Hormon an sich, sondern eine Veranlagung der Haarfollikel dem DHT gegenüber.

Neben hormonellen Einflüssen spielen Ernährung und Stress eine entscheidende Rolle. Ist die Kopfhautmuskulatur verspannt, wird die Blutversorgung der Haarwurzeln behindert und die Versorgung mit Nährstoffen ist nicht mehr ausreichend gewährleistet. Sind Nährstoffe von Anfang an nicht im benötigten Maße im Stoffwechsel vorhanden, ist auch bei intakter Durchblutung der Kopfhaut keine genügende Versorgung möglich.

 
Wie kann ich Haarausfall behandeln?

Das wichtigste bei der Behandlung von Haarausfall ist, dass schnell gehandelt wird. Denn oftmals können die Haare nicht mehr nachwachsen, die verbliebenen Haare jedoch erhalten und der Haarausfall gestoppt werden. Nur so lässt sich der komplette Haarverlust bis zur vollständigen Glatze verhindern.

Es gibt viele Mittel gegen Haarausfall, wie Medikamente oder Haarwasser, doch halten viele von ihnen ihr Versprechen, den Haarausfall zu stoppen, nicht ein. Zahlreiche Medikamente verursachen dazu schwerwiegende Nebenwirkungen.

Andererseits gibt es heute auch natürliche Mittel aus Aminosäuren, pflanzlichen Wirkstoffen oder auch Laserlichttherapien, die ohne erhebliche Nebenwirkungen das Haarwachstum wieder anregen. Durch diese Behandlungen wird der Stoffwechsel wieder ausreichend mit Aminosäuren und Sauerstoff versorgt und die Durchblutung angeregt, dadurch werden den Haaren wieder alle wichtigen Stoffe gegeben. Doch die bereits verlorenen Haare können auch diese Methoden nur teilweise nachwachsen lassen. Sie können hauptsächlich die noch vorhandenen Haare erhalten. Durch die Laserlichttherapie und die pflanzlichen Inhaltsstoffe kann sich jedoch nachgewiesen die Struktur der Haare verändern, sie können dicker und glänzender werden. Auch bei dieser Behandlung braucht es seine Zeit, bis Stoffwechsel und Durchblutung wieder so weit angeregt sind, dass die Versorgung mit Nährstoffen gewährleistet und eine Veränderung zu beobachten ist. Dafür ist der einmal erzielte Effekt von langer Dauer und, sobald der Aminosäurehaushalt einmal im Gleichgewicht ist, müssen keine Aminosäuren mehr eingenommen werden.

Bis es ein Mittel gibt, das Haare wieder nachwachsen lässt, wird wahrscheinlich noch einige Zeit vergehen. Die Forschung in diesem Bereich ist jedoch auf gutem Wege. Leisten Sie einen persönlichen Beitrag und unterstützen Sie unser Haarforschungs-Forum mit Ihren Erfahrungen.

  

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