Medikamentöse Therapie

Viele Menschen, die unter Haarausfall leiden, greifen schnell zu Medikamenten, da sie sichere Verbesserungen versprechen. Ob sie diese Versprechen auch einhalten, ist oftmals ungewiss. Leider sind fast alle Medikamente durch ihre Wirkungsweise ebenfalls schädlich für den Körper und verursachen schwere Nebenwirkungen. Darüber hinaus müssen diese Medikamente lange Zeit eingenommen werden, bis erste Erfolge zu erkennen sind, und können nicht abgesetzt werden, da die neu gewachsenen Haare sonst wieder ausfallen würden.


Medikamente

Aminexil ist ein Mittel, das auf die Haare aufgetragen und einmassiert wird und Haarausfall beheben soll. Aminexil bekämpft die Verhärtung um die Haarfollikel und kann sowohl bei vorübergehendem (Stress, Jahreszeit oder Schwangerschaft) als auch bei lang andauerndem (anlagebedingt) Haarausfall angewandt werden. Es bringt jedoch auch ernsthafte Nebenwirkungen mit sich, wie zum Beispiel Brennen auf der Kopfhaut.

Propecia ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, sein Wirkstoff Finasterid soll die Umwandlung des Hormons Testosteron in Dihydrotestosteron blockieren, um eine Schädigung der Haarfollikel zu verhindern. Durch Propecia wird außerdem der Haarwuchs gefördert. Der Hersteller verspricht eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 66% für neuen Haarwuchs und 83% für das Aufhalten des Haarausfalls. Als Nebenwirkungen können jedoch beispielsweise Potenzstörungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten.

Regaine ist ein Mittel, das die Blut- und Nährstoffversorgung der Haarfollikel fördert und so dem Haarverlust entgegenwirkt. Es kann zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall angewendet werden. Der Wirkstoff Minoxidil wird über Haarwasser mit einer Konzentration von 2-5% oder Gels mit Konzentrationen bis 15% auf die Kopfhaut aufgetragen. Nebenwirkungen können unter anderem Juckreiz oder Schuppen sein.

Priorin ist ein natürliches Mittel gegen Haarausfall. Es stärkt die Haarwurzel, fördert das Haarwachstum und unterstützt die Haarstruktur.

Pantostin ist seit 1998 in Deutschland als Medikament gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern und Frauen zugelassen. Sein Wirkstoff Alfatradiol hemmt das Enzym, welches für die Umwandlung von Testosteron zu DHT verantwortlich ist. Mit Pantostin kann der Haarausfall gebremst oder sogar aufgehalten werden.